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 Barcelona, März 2011.

Trägheit. Anspannung. Innere Leere. Für mich sind es die „Lissabon-Jahre“. Wohin ich auch kam, ich suchte nach dem was ich in Lissabon fühlte. Nur an einem anderem Ort. Noch immer beseelt von der Leichtigkeit dort erwartete ich selbiges in Barcelona. Doch beide Städte sind sich sehr fern. Kein Esprit in mir, kein Funke, kein Feingefühl. Ich rannte meiner fehlenden Inspiration nach, konnte mir selbst gegenüber nichts nachweisen, mir nichts beweisen. Der kühle Märzwind liess mich verzagen. Täglich gings die Gassen entlang, zum Hafen, bis hinunter nach Barceloneta. Jeden Tag aufs Neue, mit verbissenem Ehrgeiz. In mir das Gefühl, es heute schaffen zu wollen, dieses eine welche Foto, welches für immer Bestand haben könnte. Es kann jederzeit kommen. Jede Minute!

Frustriert strandete ich in einer Sackgasse. Ich war in Barcelona, nicht in Brandenburg. „Was mache ich eigentlich hier?“

Februar 2016. Fünf Jahre ist das schon her. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Spaß gegönnt. Das Gefühl kommt in Wellen, trägt dich von Ort zu Ort. Kunst ist spontan, das Beste Foto lässt sich nicht planen, nur erahnen. 

Wie dieses. Wie so oft aus der Idee meines fotografischen Denkens, einfache Motive möglichst kompliziert und aufwändig zu konzipieren, einfach mal herumzuspielen.

Barcelona. War doch nicht alles schlecht…

IMG_9164.jpg

 

 

 

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